PerceptiveRiding(c) -

          bedeutet: WahrnehmendesReiten(c)

PerceptiveRiding(c) bietet dem interessierten Reiter ein Konzept an, das es ihm ermöglicht, sich selbst und sein Pferd besser kennen zu lernen und damit effizienter, sensibler und mit Freude für beide zusammenzuarbeiten. Dabei verstehe ich darunter ein Zusammenspiel zwischen Reiter und Pferd, das bereits beim Betreten des Stalles beginnt.
Viele Faktoren, die die Rittigkeit eines Pferdes beeinflussen, werden nicht erst wirksam in dem Moment, wo sich der Reiter in den Sattel gleiten läßt. Die meiste Zeit des Tages wird das Pferd nicht geritten, sondern steht oder liegt in der Box und / oder der Koppel - auch diese Zeit und was hier passiert hat Einfluß auf die Rittigkeit, genauso wie die Art des Umgangs zwischen Pferd und Reiter / Pferdepfleger.

Ziel ist ein biomechanisch gesund gymnastiziertes, sich selbst tragendes und
ausbalanciertes Pferd, das von einem ausbalancierten Reiter mit feinen Hilfen
in mentaler Harmonie in seinem individuellen Rahmen gefördert wird.

Das Konzept des PerceptiveRiding(c) beinhaltet:
* Techniken für den Reiter,
um seine eigene Körperwahrnehmung zu schulen und ihm damit ein gezielteres und sensibleres Zusammenspiel mit dem Pferd zu ermöglichen.

* Techniken für das Pferd,
um es bis ins hohe Alter gelöst und gesund reiten und arbeiten zu können und ihm dabei die F r e u d e daran zu erhalten. 
Die Gymnastizierung erfolgt nach den den Grundsätzen der akademischen Reitkunst nach Bent Branderup.

Hierbei gehen wir Schritt für Schritt vor:
* Tief durchatmen; und gehen Sie eine Runde um den Stall herum, um den Alltagsstreß
   oder etwaigen Ärger vor der Stalltüre los zu werden, so daß sich das Pferd auf einen
   ausgeglichenen Menschen freuen kann.
* Visualisieren Sie währenddessen, wie Sie sich die Zeit heute mit Ihrem Pferd wünschen:
   respektvoll im Umgang, harmonisch bei der gemeinsamen Arbeit, entspannt.
* Nehmen Sie wahr, wie Sie heute mit Ihrem Pferd Kontakt aufnehmen;
   nehmen Sie wahr, wie Ihr Pferd heute Kontakt mit Ihnen aufnimmt.
* Nehmen Sie wahr, wie die Box heute aussieht ("zerwühlt" oder "aufgeräumt"?)
* Wie kommt Ihr Pferd heute aus der Box: verspannt, verschlafen, widerwillig, locker?
 
* Nehmen Sie beim Putzen die Körperstellen wahr, an denen das Pferd unwillig reagiert;
   prüfen Sie, ob diese Körperstellen vielleicht Ihnen selbst auch unangenehm oder
   schmerzhaft sind.
* Tasten Sie das Pferd auf Verspannungen der Muskeln ab, die durch das Reiten
   besonders gefordert sind, insbesondere die Bauch- und Rückenmuskeln.
               !! Ein paar Handgriffe genügen, um beurteilen zu können, 
                  ob ein Pferd seinem Vermögen gemäß geritten / longiert wird,
                  oder zu früh / zu eng in die Versammlung gebracht wird !!
   Entsprechende Massage, um diese Muskeln auf die Arbeit vorzubreiten.
* Falls erforderlich: Ziehen der Meridiane, die mit bestimmten Muskeln, Gelenken und
   auch bestimmten Stadien der Ausbildungsskala korrespondieren.
* Nehmen Sie eventuelle Abwehrreaktionen beim Satteln, Gurten und Trensen wahr
   und ernst.
* Benutzen Sie beim Aufsitzen möglichst eine Aufsteighilfe, um den einseitigen Zug
  auf den Sattel und damit weiterlaufend auf die Wirbelsäule / Rumpf des Pferdes zu 
  vermindern.

Übungen für den Reiter: 
  * um sich auszubalancieren
  * um seinen Sitz zu finden
  * um wahrzunehmen, wie sich das Pferde unter seinem Gesäß anfühlt,
                                 wie es sich bewegt,
                                 wie es auf die Veränderungen des Sitzes reagiert
Diese Übungen finden statt am Boden auf der Matte
                                       auf dem Pezziball / Stuhl
                                       auf dem Pferd im Sattel
                                     
Übungen für das Pferd :
  * um sich zu lösen
  * um sich seinem Ausbildungsstand gemäß mehr oder weniger zu versammeln
  * um verschiedene Lektionen als Gymnastik zu entwickeln
    (Lektionen sollten keinen reinen Selbstzweck erfüllen, sondern dazu dienen,
     die Muskeln und Gelenke eines Pferdes zu kräftigen und im jeweiligen
     Bewegungsausmaß geschmeidig zu halten !)
Diese Übungen finden statt an der Longe
                                       an der Doppellonge
                                       am Langen Zügel
                                       unter dem Sattel
                                       mit und ohne Stangen, Cavaletti, Freispringen

Nach der Arbeit:
  * Massage und Drückungen, evtl. Manuelle Lymphdrainage, um den Muskelstoffwechsel
     in der Regeneration zu unterstützen und etwaigen Muskelkater zu vermeiden.
  * Verabschiedung beim Pferd mit dem Ausblick, wann Sie es wieder besuchen
     werden.
     (Tiere haben ein sehr gutes Zeitgefühl)

Ich lade Sie herzlich ein, sich auf diese spannende und lohnende Reise einzulassen,
bei der Sie viel - vielleicht auch Überraschendes - über sich selbst und ihr Pferd erfahren
und erspüren können.