Das Kraniosakrale System -

lebenswichtiger Rhythmus unseres Körpers
* Was ist das Kraniosakrale System (KSS) ?
Das KSS setzt sich zusammen aus dem
- Kranium (Schädel) mit dem Gehirn
- Sakrum (Kreuzbein)
- der diese miteinander verbindenden Wirbelsäule mit dem
innenliegenden Rückenmark
- den Hirn- und Rückenmarkshäuten (Durales System)
- dem das Gehirn und das Rückenmark umfließenden Liquor
(Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit)
* Wie entsteht der Kraniosakrale Rhythmus (KSR) ?
In den Gefäßen des Gehirns wird der Liquor produziert und wieder resorbiert, und
zwar in einem Rhythmus von 8 - 10 mal pro Minute. Insgesamt werden täglich etwa
200ml Liquor (Mensch) produziert. Durch die dadurch entstehenden unterschiedlichen Volumenverhältnisse kommt es zu Druckschwankungen im Schädel und weitergeleitet auch im Wirbelkanal bis hinuter zum Kreuzbein. Damit sich diese Druckschwankungen
nicht nachteilig auf das sensible Gehirn auswirken können ist es erforderlich, daß sich die knöchernen Strukturen des Schädels diesen Schwankungen anpassen können.
Beim Neugeborenen sind die Schädelknochen noch sehr weich und die Schädelnähte
nur bindegewebig miteinander verbunden, um sich dem Wachstum des Gehirns
anpassen zu können.
Bisher war man davon ausgegangen, daß beim Erwachsenen die Schädelnähte derart verknöchert sind, daß eine Bewegung zwischen den einzelnen Schädelknochen nicht
mehr möglich sei. Neurochirurgen haben aber mittlerweile herausgefunden, daß auch
beim Erwachsenen die Schädelnähte nicht komplett verknöchert sind, so daß auch hier minimale Bewegungen zwischen den Schädelknochen möglich sind.
Während Gehirnoperationen konnten im Duralen System die Pulsationen des CSS
sogar beobachtet werden.
Der KSR leitet sich fort auf alle Muskeln, Knochen, Organe und Gewebe im ganzen
Körper. Er stellt somit das 3. Rhythmische System in unserem Körper dar neben
dem Herzrhythmus und dem Atemrhythmus .
Auch unsere Haustiere verfügen über ein entsprchend aufgebautes KSS und können ähnliche Störungen erleiden wie wir Menschen.
Gerade bei Pferden können viele reiterliche Probleme durch eine Kraniosakral-Behandlung behoben werden.
Auch Hunde und Katzen mit Gelenks-, Wirbelsäulen- oder organischen Problemen erfahren Linderung durch eine derartige Behandlung.
* Wie entstehen Störungen im KSS ?
- Fehlstellungen / Fehlhaltungen im Bewegungsapparat oder im Kiefergelenksbereich
- Muskuläre Dysbalancen durch starke Verspannungen und / oder zu schwache Muskeln
- Sturz auf das Kreuz- oder Steißbein (z.B. Überschlagen nach dem Sprung)
- Sturz auf / Anstoßen des Kopfes (z.B. auch "Aufhängen" im Halfter)
- Narbenbildung nach Verletzung oder Operationen
- Geburtstrauma
* Auswirkungen eines gestörten KSR
- immer wiederkehrende Beschwerden und Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule,
Gelenke, Muskeln und Organe (> Unrittigkeit !)
- Konzentrationsstörungen und Lernschwierigkeiten (z.B. beim Üben von
Dressur-Lektionen)
- vegetative Dysbalancen (z.B. Kolik bei Wetterwechsel, chronische Müdigkeit)
- hormonelle Störungen (z.B. Stute nimmt nicht auf, übermäßige "Zickigkeit")
- Sehstörungen (z.B. Scheuen beim Wechsel Sonne / Schatten / Sonne)
- seelische Störungen (z.B. Ängstlichkeit, Traurigkeit)
- Kopfschmerzen / Migräne (auch bei Pferden !)
- Hyperaktivität
* Wie sieht eine Kraniosakral-Behandlung aus ?
Mit sanften Griffen werden die Spannungen und Läsionen im KSS erspürt und durch indirekte oder direkte Techniken gelöst.
Bei vorhandenen Dysbalancen wird durch sanftes "Begleiten" des Gewebes oder
des Knochens in die Richtung, in die die Störung besteht, ein Loslassen und eine Entspannung dieser Struktur iniziiert.
Durch das "Begleiten" (statt einem "Gegenarbeiten") werden der Körper und die Seele
des menschlichen oder tierischen Patienten respektiert in dem Maße, in dem von der Störung jetzt, in der momentanen Behandlungssitzung, losgelassen werden kann.
Unmittelbar während und auch nach der Behandlung kann bereits ein Wohlgefühl im eigenen Körper empfunden werden, das sich positiv auf das seelische Gleichgewicht auswirkt.
Pferde fangen spontan an, Zeichen tiefer Entspannung zu zeigen, wie z.B. Kauen, Schnauben oder ausgiebiges Gähnen.
Durch die körperliche und emotionale Nähe zwischen Pferd und Reiter bestehen große Wechselwirkungen und es ist daher sinnvoll, beim ersten Besuch sowohl Pferd als auch Mensch auf kraniosakrale Dysbalancen zu untersuchen und dementsprechend zu behandeln.
